Unsere Formate – vielfältig, praxisnah, beteiligungsorientiert
Im Rahmen des CheckUp-Audits setzen wir auf eine Kombination unterschiedlicher Formate, um diskriminierungskritische Veränderungsprozesse in der Kinder- und Jugendhilfe wirkungsvoll und nachhaltig zu gestalten. Alle Formate werden individuell auf die Bedarfe der teilnehmenden Träger abgestimmt.
Steuerungsgruppe
Die Steuerungsgruppe ist eines der zentralen Gremien innerhalb des CheckUp-Audits und bildet die organisatorische und inhaltliche Grundlage des gesamten Veränderungsprozesses. Sie setzt sich bewusst vielschichtig zusammen: aus Führungskräften, Fachkräften, Multiplikator*innen sowie Jugendlichen des eigenen Trägers.
Diese Zusammensetzung ist kein Zufall, sondern Ausdruck unseres Anspruchs, Diskriminierungskritik partizipativ und intersektional zu denken: Unterschiedliche Perspektiven, Erfahrungen und Handlungsebenen kommen hier gleichberechtigt zusammen – und gestalten den Prozess auf Augenhöhe mit.
Die Steuerungsgruppe übernimmt mehrere zentrale Aufgaben:
Sie koordiniert die Umsetzung des Audits im Träger
Sie begleitet und reflektiert den Prozess kontinuierlich
Sie trifft Entscheidungen zur Ausgestaltung der Maßnahmen
Sie sorgt dafür, dass alle Beteiligten einbezogen und informiert sind
In ihrer Arbeit achtet die Gruppe besonders darauf, dass keine Perspektive übergangen wird und dass strukturelle Machtverhältnisse offen benannt und bearbeitet werden können. Ziel ist es, eine gemeinsame, tragfähige Haltung gegen Diskriminierung zu entwickeln – und diese verbindlich in der Organisation zu verankern.
Multiplikator*innen-Schulungen
Im Rahmen des CheckUp-Audits werden in jeder teilnehmenden Einrichtung Multiplikator*innen ausgebildet. Diese Personen übernehmen vor Ort eine verbindliche Rolle im Themenfeld Diskriminierung und Diversität.
Die Multiplikator*innen dienen innerhalb des Trägers als:
Ansprechpersonen für Fachkräfte und Leitungen
Begleiter*innen bei der Umsetzung von Maßnahmen
Impulsgeber*innen für diskriminierungskritische Reflexion in Teams
Sie unterstützen die Einrichtung dabei, eine dikriminierungskritische Haltung im Arbeitsalltag zu verankern und bestehende Strukturen regelmäßig zu hinterfragen. Durch ihre Schulung verfügen sie über Grundlagenwissen, methodische Ansätze und erste Handlungssicherheit im Umgang mit Diskriminierungsthemen.
Jugendforum
Das Jugendforum ist ein trägerübergreifendes Format im Rahmen des CheckUp-Audits. Es bietet jungen Menschen die Möglichkeit, sich mit anderen Teilnehmenden auszutauschen, sich zu vernetzen und ihre Perspektiven in den Auditprozess einzubringen.
Im Fokus steht die aktive Beteiligung Jugendlicher an der inhaltlichen Weiterentwicklung der Kinder- und Jugendhilfeträger. Die Teilnehmenden diskutieren Themen wie Mitbestimmung, Diskriminierung und Gerechtigkeit und erarbeiten Impulse, die in die Arbeit der jeweiligen Träger und des Audits zurückfließen.
Das Jugendforum trägt dazu bei:
Erfahrungen sichtbar zu machen
Einschätzungen von jungen Menschen zu sammeln
Anregungen für Maßnahmen zu formulieren
Beteiligungsprozesse strukturiert zu gestalten
Die Ergebnisse des Jugendforums werden von den Jugendlichen an die Träger weitergegeben und gemeinsam weiter bearbeitet.
Das Format ist fester Bestandteil des Audits und unterstützt die Umsetzung von Beteiligung als strukturelles Element in der Jugendhilfe.