Fachforum
Perspektiven. Impulse. Austausch.
Im Rahmen unseres Fachforums kommen Expert*innen aus verschiedenen Disziplinen, Praxisfeldern und Hintergründen zusammen, um aktuelle Herausforderungen, innovative Ansätze und zukunftsweisende Perspektiven zu diskutieren.
Das Fachforum bietet Raum für fachlichen Austausch, interdisziplinären Austausch und kritische Reflexion. Ziel ist es, nicht nur Wissen zu vermitteln, sondern gemeinsam neue Impulse für die Praxis zu entwickeln.
20.05.2025
"Pride in Practice" - Professionelle Begleitung queerer junger Menschen in der Kinder- und Jugendhilfe
Queere Lebensrealitäten sind durch eine gestiegene Akzeptanz und die Abschaffung diskriminierender Gesetze sichtbarer, gleichzeitig bleibt Diskriminierung ein wichtiges Thema. Queere junge Menschen brauchen also auch weiterhin ein diskriminierungskritisches, unterstützendes Umfeld. Dieses Fachforum beleuchtet die Praxis der Kinder- und Jugendhilfe, macht Perspektiven queerer Jugendlicher sichtbar und stellt regionale Unterstützungs- und Empowermentangebote vor.
09:30-10:00 Ankommen
10:00-10:50 Organisatorisches, Kennenlernen, Programm
10:50-11:35 Impulsvortrag “Jung, queer und in der Jugendhilfe – Erfahrungen queerer Jugendlicher bei SOS-Kinderdorf e.V.”
Referent*in: Mara Pfeifer, Projektreferentin im Projekt „queere Kinder und Jugendliche in der Kinder- und Jugendhilfe", SOS- Kinderdorf
11:35-11:50 Pause
11:50- 13:10 Austausch in Kleingruppen und anschließendes Gespräch im Plenum
13:10- 14:10 Mittagspause
14:10- 16:00 Workshops zu Empowerment und Unterstützung queerer junger Menschen
Basiswissen Queer (Referent*innen von CheckUp)
„Zwischen Schutzraum und Partizipation: Queere Jugendliche begleiten“ (Vincent Maron, Geschäftsführer Schmit-Z e.V.)
„queere Jugendarbeit“ (N.N. Referent*in von LSVD+ Saar Verband queere Vielfalt)
16:00- 16:15 Pause
16:15-16:45 Abschlussdiskussion „Was sind konkrete Schritte in unserer Arbeit, um queere Kinder- und Jugendliche zu unterstützen?
15:45-16:00 Auswertung
Teilnehmende kennen Perspektiven queerer Menschen auf die Kinder- und Jugendhilfe.
Teilnehmende kennen regionale Akteur*innen für queere junge Menschen.
Teilnehmende reflektieren ihre eigene Haltung in Bezug auf Gendersensibilität und Diskriminierungskritik.
Teilnehmende tauschen sich zur aktuellen Situation in ihrem Arbeitskontext aus.
Fachkräfte, Leitungspersonen, Auszubildende, Studierende und alle, die sich mit der Thematik beschäftigen wollen. Fachkräfte, Leitungspersonen, Auszubildende, Studierende und alle, die sich mit der Thematik beschäftigen wollen.
Mittwoch, 20. Mai 2026, 9.30 - 17.00 Uhr
htw saar, Campus Alt-Saarbrücken, Multifunktionsraum Gebäude 10, Raum 10.00.02
03.12.2025
"Recht auf Jugendhilfe" - Ein diskriminierungskritischer Blick für junge Menschen mit Fluchterfahrung
Junge Geflüchtete sind von der zunehmend stärker ausgrenzenden Asyl- und Migrationspolitik betroffen, obwohl sie eines besonderen Schutzes bedürfen und in vielerlei Hinsicht einen Anspruch auf Jugendhilfe haben. Mit dem Fachforum widmet sich das Projekt „CheckUP“ gemeinsam mit den Referent*innen Lydia Tomaschowski (Fachreferentin Bundesnetzwerk Ombudschaft) und Tanja van Essen (Ombudsstelle der Kinder- und Jugendhilfe des Saarlandes) der aktuellen Situation junger Geflüchteter. Gemeinsam werden Perspektiven entwickelt, wie sich Jugendhilfe positionieren und verändern muss, um das Recht junger Geflüchteter auf individuelle und soziale Entwicklung umzusetzen und Benachteiligungen zu vermeiden und abzubauen (vgl. SGB VIII. §1, Artikel 3).
- Teilnehmende erhalten Informationen über die aktuelle Situation junger Geflüchteter in der Jugendhilfe aus bundesweiter und saarländischer Perspektive der Ombudschaft.
- Teilnehmende entwickeln diskriminierungskritische Perspektiven zur Umsetzung des Rechts junger Geflüchteter auf individuelle und soziale Entwicklung und Kindeswohl gemäß des SGB VIII.
- Teilnehmende tauschen sich zur aktuellen Situation in ihrem Arbeitskontext aus.
Fachkräfte, Leitungspersonen der KJH, Auszubildende, Studierende und im pädagogischen Bereich arbeitende Personen
09:00-09:30 Ankommen
09:30-10:10 Begrüßung, Organisatorisches, Kennenlernen
10:10-10:45 Impulsvortrag „Perspektiven der Ombudschaft auf Jugendhilfe“
Lydia Tomaschowski und Tanja van Essen
10:45-11:00 Pause
11:00- 12:30 Impulsvortrag „Volle Rechte, keine Abstriche! Übergangslösungen sind keine Lösungen Positionierung des BNO zur Lage von jungen Geflüchteten in der Jugendhilfe“
Lydia Tomaschowski und Tanja van Essen
12:30-13:30 Mittagspause
13:30-15:00 Workshops zur Situation von jungen Geflüchteten
Workshop 1: Perspektiven auf Diskriminierung und Diskriminierungskritik in der pädagogischen Arbeit mit jungen Menschen mit Fluchterfahrung (Referent*innen von CheckUp)
Workshop 2: Zwischen Schutzauftrag und Systemgrenzen - Junge unbegleitete Menschen mit Fluchterfahrungen im stationären Setting der Kinder- und Jugendhilfe (Tanja van Essen und Jens Uhl)
Workshop 3: Individuelle Rechtsansprüche in der Jugendhilfe für begleitete Minderjährige und ihre Familien (Kevin Schmidt)
15:00- 15:15 Pause
15:15-15:45 Abschlussdiskussion „Was muss sich in Zukunft verändern, damit Jugendhilfe ihrem Anspruch gerecht werden kann?“
15:45-16:00 Auswertung des Tages
Referent*innen:
Lydia Tomaschowski: Dipl.-Psychologin, Fachreferentin im Bundesnetzwerk Ombudschaft in der Jugendhilfe
Tanja van Essen: Diplom Sozialarbeiterin/Sozialpädagogin, Systemische Therapeutin und Beraterin (SGST), InsoFa nach 8a SGB VIII, Ombudsstelle der Kinder- und Jugendhilfe des Saarlandes
Jens Uhl: Erzieher und Sozialarbeiter B.A. Bereichsleiter in der Jugendhilfe (Marienhaus Kinder- und Jugendhilfe - Haus Mutter Rosa)
Kevin Schmidt: M.A. Soziale Arbeit – Kinder- und Jugendhilfe, Fachreferent Ombudschaft Jugendhilfe NRW
29.09.2025
"Diskriminierungskritisches Beschwerdemanagement" - Wie können Beschwerdeverfahren in der Kinder- und Jugendhilfe diskriminierungskritisch gestaltet werden?
Diese Frage steht im Mittelpunkt des ersten Fachforums 2025, welches von dem Projekt „CheckUp - Audit Diskriminierungskritische Kinder- und Jugendhilfe" veranstaltet wird. Die Veranstaltung bietet Fachkräften, Leitungspersonen und Interessierten einen Raum für Austausch, Reflexion und Impulse zur diskriminierungskritischen Weiterentwicklung von Beschwerdestrukturen in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe.
Gemeinsam erarbeiten wir ein grundlegendes Verständnis von Diskriminierungskritik, analysieren bestehende Verfahren auf Diskriminierungsrisiken und diskutieren praxisnahe Handlungsmöglichkeiten.
Für Wen?
• Entwicklung eines gemeinsamen Verständnisses von Diskriminierungskritik
• Sensibilisierung für Diskriminierungsrisiken in Beschwerdeverfahren
• Austausch über diskriminierungskritische Handlungsmöglichkeiten in der Praxis
Fachkräfte, Leitungspersonen, Auszubildende, Studierende und alle, die sich mit Beschwerdeverfahren in der Kinder- und Jugendhilfe auseinandersetzen möchten.
09:00–09:30 Ankommen & Begrüßung
09:30–09:55 Vorstellung des Tagesprogramms und Projektvorstellung „CheckUp“
09:55–10:25 Kennenlernen & Einstieg ins Thema
10:25–11:00 Impulsvortrag: Diskriminierung & Diskriminierungskritik (Viktoria Herz)
11:00–11:15 Pause
11:15–12:00 Kleingruppenarbeit: Diskriminierungsrisiken & Beschwerdeverfahren in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe
12:00–12:30 Input: Diskriminierungskritische Beschwerdeverfahren (Farida Boukari & Jakob Saterdag)
12:30–13:30 Mittagspause
13:30–14:30 Workshopphase: Beschwerdeverfahren diskriminierungskritisch gestalten
Workshop 1: Partizipation ermöglichen: Wie können Beschwerdeverfahren inklusiv und partizipativ gestaltet werden? (Catharina Döbrich & Katrin Dubiel)
Workshop 2: Strukturen schaffen: Institutionelle Voraussetzungen für diskriminierungskritische Beschwerdeverfahren (Karin Meißner & Jamie-Lee Oster)
Workshop 3: Machtverhältnisse reflektieren: Die Rolle von Fachkräften in Beschwerdeprozessen (Farida Boukari, Viktoria Herz & Jakob Saterdag)
14:30–14:45 Pause
14:45–15:30 Fishbowl-Diskussion: Stimmen aus der Praxis
15:30–16:00 Abschluss