CheckUp – Audit Diskriminierungskritische Kinder- und Jugendhilfe
Gemeinsam für eine diskriminierungskritische Organisationsentwicklung
CheckUp begleitet Träger der Kinder- und Jugendhilfe aus dem Saarland dabei, ihre Strukturen diskriminierungskritisch zu reflektieren und weiterzuentwickeln. Ziel ist es, Diskriminierung abzubauen und diskriminierungskritisches Handeln verbindlich in Qualitätsstandards zu verankern.
Eine Zertifizierung für Träger der Kinder- und Jugendhilfe im Saarland, die sich auf den Weg zu einer diskriminierungskritischen und inklusiv lernenden Organisation machen und Strukturen etablieren wollen, um sich nachhaltig in diese Richtung zu verändern.
Der diskriminierungskritische Veränderungsprozess begleitet Organisationen fachlich in Beratung und Reflexion ihrer Strukturen, Haltungen und Handlungsweisen. Ziel ist es, Diskriminierung auf individueller sowie auf struktureller bzw. institutioneller Ebene zu erkennen, abzubauen und ihr präventiv vorzubeugen. Der Prozess ist als lern- und entwicklungsorientierter Organisationsentwicklungsprozess gestaltet und erstreckt sich über einen Zeitraum von 12 bis 18 Monaten.
Das Innovationsprojekt „CheckUp – Audit Diskriminierungskritische Kinder- und Jugendhilfe“ unter Trägerschaft der FITT gGmbH agiert im Rahmen des Bundesprogramms im Handlungsfeld „Vielfaltgestaltung“ unter dem Themenfeld „Intersektionalität und Mehrfachdiskriminierung“.
Es wird im Rahmen des Förderprogramms „Demokratie leben!“ vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie dem saarländischen Ministerium für Arbeit, Soziales, Frauen und Gesundheit gefördert.
Das Innovationsprojekt ist geplant für die Laufzeit 01.01.2025 bis 31.12.2028.
Das Ziel des Projektes ist die Entwicklung und Erprobung des Auditierungsverfahrens „CheckUp – Audit Diskriminierungskritische Kinder- und Jugendhilfe“ sowie der Aufbau einer nachhaltigen Struktur zur Umsetzung des Auditierungs- und Reauditierungsverfahrens nach Ende der Projektlaufzeit.
Im Projekt „CheckUp“ umfasst dies insbesondere:
Entwicklung des Verfahrens „CheckUp – Audit Diskriminierungskritische Kinder- und Jugendhilfe“
Auditerprobung mit Trägern der Kinder- und Jugendhilfe
Aufbau einer nachhaltigen Struktur zur Umsetzung des Auditierungs- und Reauditierungsverfahrens nach Ende der Projektlaufzeit
Gerade in Zeiten gesellschaftlichen Wandels und knapper Ressourcen unterstützt CheckUp dabei, neue gesetzliche Anforderungen wirksam umzusetzen. Strukturelle Hürden werden sichtbar gemacht, um Bedarfe gezielt zu erkennen und systematische Veränderungsprozesse einzuleiten.
Zugleich stärkt das Verfahren die Partizipation junger Menschen: Durch ihre aktive Einbindung erleben sie Mitbestimmung und Selbstwirksamkeit.
Die Relevanz von Strukturen und Handlungsleitfäden im Umgang mit Diskriminierung und Benachteiligung wird in der Praxis der Kinder- und Jugendhilfe erkannt. Gleichzeitig fehlt es häufig an entsprechenden Standards und organisational verankerten Routinen. Diese werden im Audit entwickelt und verschärft.
Wie CheckUp unterstützt
Im CheckUp-Verfahren und dem anschließenden Audit werden Träger, Leitungen und Fachkräfte darin unterstützt,
Herausforderungen und Bedarfe in den eigenen Strukturen herauszuarbeiten
passgenaue Veränderungen zu entwickeln
diese nach eigenen Zielen in der Organisation umzusetzen
Fortbildungen und Beratung zu den aufkommenden Themen
Die Begleitung erfolgt über 12–18 Monate.