HoMeR: Hochtemperatur + Membran + Regeneration

Industrielle Abwässer enthalten häufig Öle und Fette, die unsere Flüsse und Meere belasten können. Für Unternehmen gelten deshalb strenge Vorgaben, bevor das Wasser wieder in die Umwelt gelangen darf. Das gemeinsame Forschungsvorhaben der inomat GmbH, der FITT gGmbH und der Universität des Saarlandes will moderne Filtermembranen entwickeln, die diese Verunreinigungen zuverlässig und ressourcenschonend abtrennen. Das Projekt wird über das Programm ZTS - Zentrales Technologieprogramm Saar,durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und von Mitteln des Saarlandes gefördert.

Auf wissenschaftlicher Ebene arbeiten zwei Forschungsgruppen zusammen, die sich mit Membranen und modernen Polymeren beschäftigen. Seitens FITT forscht die Gruppe von Professor Matthias Faust an Filtrationsprozessen und technischen Anwendungen von Membranen. An der Universität des Saarlandes entwickelt die Gruppe von Professor Markus Gallei sogenannte smarte Polymere, die auf Temperatur- oder sonstige Umgebungsänderungen reagieren und sich dadurch besonders gut für anpassungsfähige, nachhaltige Filter eignen.

Als regionaler Partner aus der Industrie bringt die inomat GmbH aus Neunkirchen mehr als 20 Jahre Erfahrung mit innovativen Beschichtungen und neuen nanotechnologischen Materialien ein. Das zertifizierte Unternehmen entwickelt maßgeschneiderte Lösungen für verschiedene Branchen und steht für ein nachhaltiges Qualitäts- und Umweltmanagement.

 

Projektursprung

Die Trennung von Öl und Wasser ist für den Umwelt- und Gewässerschutz ein wichtiges Thema. Konventionelle Komposit-Membranen werden bei hohen Temperaturen hergestellt und verursachen in ihrer Herstellung einen hohen CO2-Ausstoß. Das Projekt HoMeR widmet sich der Entwicklung einer Technik, die sowohl die Umwelt schont als auch langfristig die Kosten in der Industrie reduzieren kann.

Projektnutzen

Im Mittelpunkt steht die Neuentwicklung von so genannten Mixed-Matrix-Membranen auf Metallträgern, ohne ihre Temperaturbeständigkeit durch schonende Herstellung einzubüßen.Das Projekt zeigt, wie Industrie und Forschung in der Region gemeinsam Lösungen für aktuelle Umweltfragen entwickeln können, und stärkt damit den Technologiestandort Saarland.

Projektziele

Durch die gemeinsame Entwicklungsarbeit wird die sehr gute thermische Stabilität solcher Mixed-Matrix-Membranen - gepaart mit ihrer mechanischen Flexibilität - neue Einsatzmöglichkeiten eröffnen. So entstehen Membranen, die Öl und Wasser effizient trennen und sich gut regenerieren lassen. Gewässer, Klima sowie Forschung und Industrie in der Region profitieren alle zugleich.

Sie benötigen mehr Informationen zum Projekt?

Sprechen Sie uns gerne an. Unser Team steht ihnen für Rückfragen gerne zur Verfügung!

Projektleitung

Prof. Dr.-Ing. Matthias Faust

+49 (0) 681/5867-432
matthias.faust@htwsaar.de

Ansprechpartner

Dr.-Ing. Gerhard Braun

+49 (0) 681/5867-257
Gerhard.Braun@htwsaar.de

Das Projekt wird durchgeführt in Kooperation mit:

Das Projekt wird unterstützt durch: